|
Nach Süden hin lässt sich die Region „Allgäu“ klar durch den Hauptkamm der Allgäuer Alpen
begrenzen. Welche Regionen auf österreichischem Hoheitsgebiet noch zum Allgäu zählen, ist teilweise umstritten. Die Enklave „Jungholz“ lässt sich aus geographischer Sicht leicht nachvollziehbar
zum „Allgäu“ zählen. Ob das „Tannheimer Tal“ und „Reutte“ zum Allgäu zählen ist umstritten. Gleiches gilt auch für das „Kleinwalsertal“.
Nach Osten bildet der Fluss
Lech die Grenze des Allgäus. Nur im südlichen Ostallgäu ist das Allgäu bis hin zu den Ammergauer Alpen ausgedehnt.
Nach Norden hin wird es schon schwieriger mit der Findung der geographischen Grenze des Allgäus. Wer mit dem Auto über die Autobahn A7 ins Allgäu fährt, kennt gewiss die Autobahn-Raststätte
„Allgäuer Tor“. Ungefähr auf dieser Höhe verläuft die wohl unstrittige nördliche Grenze des Allgäus. Was ist aber nun mit dem Landkreis „Unterallgäu“ und dem nördlichsten Zipfel
des Landkreises „Ostallgäu“? Zunächst einmal muss man wissen, dass die Landkreise mit der Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre gegründet wurden. Der Landkreis-Name und seine geographische
Ausdehnung lässt also nicht unbedingt darauf schließen, ob das Gebiet noch zum „Allgäu“ zählt oder nicht. Aus eigener Erfahrung möchte ich die absolut nördlichste Grenze für die Region
„Allgäu“ auf Höhe der Autobahn A96
ziehen. Während sich die Menschen zum Beispiel in Memmingen oder im Markt Ottobeuren überwiegend noch zum Allgäu zugehörig zählen, wird beispielsweise im Markt Babenhausen kaum noch jemand von sich behaupten, dass er ein „Allgäuer“ ist, sondern viel mehr ein „Schwabe“.
Nicht mehr zum Allgäu gezählt werden die Kreisstadt Mindelheim oder der Kurort Bad Wörishofen, der eher aus touristischen Gesichtspunkten den Beinamen „im Allgäu“ führt.
Nach Westen hin wird die Abgrenzung dann noch schwieriger. Das sogenannte „Westallgäu“ setzt sich zusammen aus
Teilbereichen des bayerischen Landkreises „Lindau“ aber auch aus Teilen des Baden-Württembergischen“ Landkreises „Ravensburg“.
Markus Hannig
|