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Alpe: Bezeichnet Bergweiden inklusive entsprechender Unterkunft für Hirten und Vieh (Inkl. Alphütte mit Ställen).
Bärbele Treiben: Beim alten Brauch des "Bärbele Treibens" haben ausschließlich die Frauen das Sagen. Die
als alte "Weiber" verkleideten Frauen ziehen am 4. Dezember - am "Barbara's Tag" - mit ihren Weidenruten durch die vorweihnachtlichen Straßen, um den einen oder anderen Rutenhieb zu
verteilen und Kinder mit Äpfeln und Nüssen zu beschenken. Dieser heidnische Brauch hat den ursprünglichen Sinn, böse Geister und Dämonen zu vertreiben. Weitere Informationen gibt es hier (externe Seite)
Galtalpe: Alpe, auf der nur Galtvieh (Vieh, das noch keine Milch gibt) gehalten wird.
Galtvieh:
Vieh, das (noch) keine Milch gibt.
Klausentreiben: Die in Felle gehüllten, rutenschwingenden und ziemlich furchterregend aussehenden Rumpelklausen ziehen
am Abend des 5. und 6. Dezembers durch die Gassen des Allgäus. Dieser heidnische Brauch hat den ursprünglichen Sinn, böse Geister und Dämonen zu vertreiben. Weitere Informationen gibt es hier (externe Seite)
Kranzrind:
Festlich geschmücktes Rind, das die Herde beim Alpabtrieb anführt, wenn während des Sommers keine Viehverluste zu beklagen waren.
Liebesmaien:
Dieser Brauch ist nur im nördlichsten Raum des Allgäus verbreitet. Von hier bis nach Ulm herunter ist es üblich, dass männliche Jugendliche und junge Männer am Haus ihrer Freundin oder Angebeteten einen Baum
anbringen. Üblich sind vor allem mit buntem Krepp-Papier geschmückte Birken. Auch ein so genanntes Maiherz wird an den Baum angebracht. In diesem Herz, welches aus Holz oder festem Karton besteht, wird der Name
der Angebeteten eingraviert und in der Regel auch ein Spruch als Liebesbeweis mit aufgeschrieben. Der Maibaum bleibt einen Monat über, bis zum ersten Juni stehen. Dann holt derjenige den Maibaum ab, der ihn
gestellt hat. Üblicherweise wird dies, wenn die Frau ihn mag, mit einer Einladung zum Essen, oder ansonsten mit einem Kasten Bier belohnt. Das Gegenstück zum Maibaum, dem „Gunstbeweis“, ist der so genannte
„Schandmaien“, die eine bös gemeinte Heimzahlung darstellt.
Maibaum: Der geschmückte Maibaum wird im Allgäu meist am Vorabend des 1. Mai feierlich aufgestellt.
Je nach Region bleibt der Maibaum nur den Mai über oder bis zu einem ganzen Jahr stehen. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier (externe Seite)
Mischalpe: Alpe, auf der neben Kühen und Jungvieh zum Teil auch Tiere anderer Arten (z.B. Ziegen, Schafe, Pferde usw.) gehalten werden.
Scheidplatz: Platz, auf dem die Herden nach dem Alpabtrieb wieder getrennt und an ihre Besitzer zurückgegeben werden.
Schellen: Große, aus Schwarzblech gefertigte Kuhglocken, die speziell für den Viehscheid angelegt werden.
Schumpen: Weibliches Jungvieh
Senn:
Neben der Viehbetreuung und dem Melken widmet sich der Senn auf der Alpe auch dem so genannten “Käsen”.
Viehscheid: Das Vieh, das den
Sommer auf der Alpe verbracht hat, wird beim Viehscheid zu Tal getrieben, um es anschließend auf dem so genannten Scheidplatz in die Verantwortung der Eigentümer “zurückzuscheiden”. Der Hirte kennt
sein Vieh und ruft den Bauern aus, dem dieses Stück Vieh gehört. Er scheidet (trennt) das Vieh aus.
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